Bilder

Bilderbeschreibungen:

 

B1.) „Weilbach, Burg Westtor“. Die gezeichnete Zentralperspektive wurde erst möglich nachdem der teilweise im Wege stehende Burgturm 1952 abgerissen war. Die abgestreiften Getreideähren lockten des Federvieh an und die dargestellte Kutsche dient nur der Romantik. Die Errichtung der Burg liegt in der Frankenzeit und die Renovierung im Mittelalter. Die Errichtung des Schlosses erfolgte kurz vor dem 30 Jährigen Krieg und die Anbauten, gemäß Vertrag von 1750 mit Cornelius Bernbach und Schwiegersohn Caspar Lang, um 1748. ( C.L. war Vorfahr von meinem Großvater Ph. Lang).

 

B2.) „Weilbach, Burg Südtor“. Von der Sommerweide im Taunus kommend, durfte Roland Maier, ein Cousin meiner Ehefrau, noch um 1960 die Burgweide abgrasen und zog dann durch den Schlosshof nach Okriftel weiter. Unter der Straße führte ein Fuchsgang von der Dorfmitte zur Wachkammer im Schloss.

 

 

B3.) „Weilbach Osttor“. Die alte Kriegsstraße Frankfurt – Mainz war schon früh teilweise gepflastert. Die Tore wurden abends geschlossen und eine Umgehungs- straße führte südlich um Weilbach herum ( s. Plan 4). Vor der alten Fachwerkschule wurde der Schäferjörg um 1630 erschlagen und ging dann als dreiköpfiger Rathausbock in die Geschichte ein. Die Tanzlinde rechts stand bis in die 5ziger Jahre d. 20 Jh.

 

B4.) „Weilbacher Wasserburg“. Die Gründung der Wasserburg wird in der frühen Frankenzeit vermutet. Der westliche Wassergraben wurde bereits nach dem Mauerbau um 1618 verfüllt. Um dem Betrachter die Orientierung zu erleichtern, wurden der Burg- Fassade die Renovierungen des 19. Jahrhunderts vorgelegt.

 

 

B5.) „Weilbacher Kriegskasse“. Ein ehemaliger Offizierskamerad soll im Chaos nach der Völkerschlacht am 1.11.1813 mit Philipp Georg Müller Kriegsgelder veruntreut haben.   Aus Angst und Missgunst ächtete man die Familie, deren Kinder alle ledig blieben. Die Letztlebende finanzierte den Fertigbau der neuen Kirche.

 

 

B6.) „Kerbesonntag“. Hier hakten sich die Kerbeburschen ein und hüpften abwechselnd auf einem Bein, im Takte der Blaskapelle, durch die Straßen. In den Hüpfpausen tanzten sie mit den Zuschauerrinnen und boten Apfelwein an.

 

 

 

B7.) „Weilbach Kerbemontag“. Vormittags sammelte man Naturalien ein, die man im Laufe der Woche verzehrte und stahl den Hahn.

 

 

 

B8.) „Weilbach Giggelschlag“. Kleine Buben trugen den Hahn und Dreschflegel und ein Bursche führte den Hammel, der später verlost wurde. Hahnopfer zur Kirschweihe gehen bis auf das Konzil von Nikea zurück. Das Eingraben und erschlagen des Hahnes wurde verboten. Man ersetzte den Hahn durch einen Topf.

 

 

B9.) „Husaren im Schlosshof“. Das Hofgut war oft mit Militär belegt.

 

 

 

 

B10.) „Weilbach Burgmühle“. Die Burgmühle und Schnapsbrennerei waren bis ins 20.ste Jh. Aktiv. Mühlgraben und Schornstein sind noch vorhanden.

 

 

 

B11.) „Weilbach Burgkapelle“. Die Kapelle ist in die Wehrmauer eingefügt und wird deshalb oft als ehemaliger Torturm angesehen. Ein Kreuzbalken mit Corpus in der Kapelle stammt von dem Kreuz in der Raunheimer Straße.

 

 

 

B12.) „Burgturm“. Er gehörte zur alten Wehranlage.

 

 

 

 

B13.) Miehlbeet Eintritt“. Der Mühlbacheintritt aus roten Sandsteinplatten ist nicht mehr sichtbar.

 

 

 

 

B14.) „Mihlbeet Austritt“. Der Mühlbachaustritt wurde um 1980 zugeschüttet.

 

 

 

 

B15.) „Weilbacher Speckkreuz“. Die teure Kreuzigungsgruppe stand an einem Verbindungsweg nach Okriftel, dieser verlief über die Gewann „zum Speckfeld“. Der Spender ist identisch mit der Familie des Kriegskassen- Müller.

 

 

 

B16.) „Pestkreuz“. Nach Überlieferung jenseits der Straße am alten Kirchplatz errichtet, dann zur neuen Kirche von 1653 umgesetzt, um dann auf dem Friedhof von1834 zu stehen, wo es 1948 zerschlagen wurde. Ich erinnere mich sehr genau, dass auf der Rückseite nochmals eine größere Inschrift stand, die über Namen und Errichtungsgrund Auskunft gab. Die Altbürger berichteten von dem Spender, dass dieser als Kind von der Pest verschont blieb und als alter Mann ohne Nachkommen das Kreuz spendete. Seine Zeitgenossen bezeichneten dann die Spende als Pestkreuz. Nicht in Weilbach aufgewachsene Bürger vermuten das Denkmal bereits vor dem Friedhofsbau, mitten auf dem Acker stehend. Ich konnte aber nirgends im MTK ein Kreuz mitten auf einem Acker finden. Alle Flurdenkmale standen am Rande eines Weges.

B17.) „Feuerbachsches Kreuz“. Es soll 1725 von der Mutter des Büchspfaff errichtet worden sein, damit ihr Sohn vom Fluch der Weilbacher Bauern erlöst wird. (Siehe B26). Das Denkmal wurde 5 mal Umgesetzt.

 

 

 

B18.) „Kreuz Raunheimerstraße“. Kreuzbalken wurde beschädigt. Graf Wolf Metternich stellte ihn in seine Burgkapelle. Dankbarer Kriegsheimkehrer montierte dann ein gusseisernes Grabkreuz auf den Sockel. Das Denkmal hatte drei Standorte. Ein weiteres Kreuz von der Fam. Dörrhöfer steht seit 1747 an der Hofheimer Straße

 

 

B19.) „Kreuz an der Kirche“. Das Denkmal stand neben der Gedächtnis- kapelle ( siehe B24). Der Text wurde umgeschrieben.

 

 

 

B20.) „Kreuz Hochsteingewann“. Ursprünglicher Standort war vor der Autobahnbrücke, Mainzerstraße am alten Frankenfriedhof. Familie Börner setzte das Denkmal um in ihren Garten am Linsenberg und veränderte den Text.

 

 

 

B21.) „Kreuz an Frankfurter- Straße“. Ein Mitglied der Fam. Pauli kam auf der Ecke Nierengraben- Frankfurterstraße um sein Leben. Die Familie spendete ein Kreuz, was später von der Familie Kaus vor ihrem Haus platziert wurde.

 

 

 

B22.) „Michaelskapelle an der Bleiche“. Das Kapellchen stand ursprünglich am alten Flörsheimer Weg (s. Plan P4 von 1700). Das Beistellkreuz wurde 1729 von Johannes Müller errichtet.

 

 

 

B23.) „Rochuskapelle a. d. Mainzerstr“. Die Kapelle stand ursprünglich auf der Ecke Mainzer- Johanniskirchstraße und bekam dann den Platz Ecke Mainzer- Rüsselsheimerstr. Ihr Beistellkreuz wurde noch vor dem Abbruch der Kapelle (1968) entfernt.

 

 

 

24.) „Gedächtniskapelle a. d. Frankfurterstr“. Sie diente nach dem 2. Weltkrieg als Gedenkstätte an die Kriegsopfer. Ihr renoviertes Beistellkreuz steht hinter der Kirche.

 

 

 

25.) „Nepomuk“ 1753 errichtet, wechselte er fünf Mal seinen Standort.

 

 

 

 

B26.) „Geist Büchspfaff“. So soll er Umgegangen sein, nachdem ihn die Weilbacher wegen seinen Betrügereien verflucht hatten.

 

 

 

B27.) „Rathausbock“. Der Geist des erschlagenen „Schäfer Jörg“ beschäftigte die alten Weilbacher um bis zu 1980.

 

 

 

B28.) „Bürgerwehr“. Die Literatur berichtet von Bürgerwehren, die sich gegen das brutale Militär, auch in Weilbach und Umland, zur Wehr setzten.

 

 

 

B29.) „Alte Grenzsteine“. Die Gütersteine dienten z. Abgrenzung d. Grundbesitzes.

 

 

 

 

B30.) „Die Drehorgel“ Das Gerät wurde 1979 für die Fastnachtsbühne gebaut.

 

 

 

 

B31.) „Familie Lixenfeld“. 1980 mit Hermann, Inge, Pia, Michael, Adrian u. Philipp.

 

 

 

B32.) „Selbstbildnis“. Gezeichnet als Schmuck für die Drehorgel.

 

B33.) „Musik Lebenslang“. Mit 11 Jahren als Alleinunterhalter im Gasthaus Schwanen hat mich die Freude der Gäste so inspiriert, dass ich später immer kosten- los Musik machte. In jungen Jahren spielte ich sehr oft zu vielen Anlässen, aber so ab 50.ig nur noch selten, weil mir die elektronischen Instrumente mit ihren Lautsprechern und Festplatten einfach überlegen waren.

 

Nähere Informationen sind in meinen Büchern nachzulesen!

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